Samstag, 28. September 2013

Armee tötet Nicht-Syrer in Daraa


Einheiten der Armee töten und verwundeten eine große Anzahl Terroristen im Gebiet al-Jumruk al-Qadem in Daraa, die meisten waren nicht-syrischer Nationalität. Laut einer Militärquelle waren unter den Toten der Kuweiti Mohammad Abdullah al-Ajami und der Palästinenser Alaa Jamil al-Sa'di. Die Armee verfolgte die Terroristen bis zur Stadt Otman in der Provinz Daraa. Eine Einheit der Streitkräfte vernichtete ein mit Waffen und Munition beladenes Fahrzeug, das von Nahta nach al-Mulaiha al-Shaqyeh unterwegs war. Außerdem wandte sich die Armee gegen Terroristen in den Gebieten al-Nwa'yma, Nawa, al-Mulaiha al-Sharqyeh, Tasel, al-Za'roura, Ghader al-Bustan und al-Alya in der Provinz Daraa und fügte ihnen dort schwere Verluste zu. 

Quelle: http://sana.sy/eng/21/2013/09/27/504599.htm

Terroristen zünden Bombe vor Moschee


Terroristen zündeten eine Auto-Bombe in der Nähe der Khaled-bin-al-Walid-Moschee in der Stadt Rankous in der Provinz Damaskus. Dabei wurden mehrere Personen getötet oder verwundet. Die Detonation ereignete sich nach Meinungsverschiedenheiten über die Aufteilung von Waffen und Munition. Einwohner berichteten, Terroristen hätten die Bombe gezündet, als die Gläubigen gerade das Mittagsgebet beendet hatten. 

Quelle:  http://sana.sy/eng/337/2013/09/27/504654.htm

al-Jaafari: Länder, die die Terroristen unterstützen, sollten sich an UN-Resolution halten


Syriens ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Bashar al-Jaafari, sagte, die Resolution des UN-Sicherheitsrates, die die syrischen Chemiewaffen unter internationale Kontrolle stellen soll, lindere die Befürchtungen der syrischen Regierung. In einer Pressekonferenz zum Ende der Tagung rief al-Jaafari die Länder, die die Terrorgruppen in Syrien mit Waffen und Geld unterstützen, zum Stop der Lieferungen auf. „Die Türkei, Saudi-Arabien, Frankreich, Qatar und die USA, die den Terroristen Waffen und Geld zur Verfügung stellen, sollten sich an die Entschließung des Rates halten.“, sagte er. Er erklärte weiterhin, die syrische Regierung fühle sich verpflichtet, an der internationalen Syrien-Konferenz in Genf im kommenden November teilzunehmen, um eine politische Lösung für die Krise zu finden. 

Quelle:  http://sana.sy/eng/22/2013/09/28/504692.htm

Freitag, 27. September 2013

Rechtsspruch der Ulema von Damaskus: „Güter von Christen dürfen beschlagnahmt werden“

"Für religiöse Minderheiten wird das Leben in Syrien zunehmend schwieriger. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten haben 36 islamische Ulema Douma, einem der größten Vororte von Damaskus einen Rechtsspruch (Fata) erlassen, der besagt, dass sunnitische Gläubige die Güter, Wohnungen und Häuser von Christen, Drusen und Alawiten und anderer Minderheiten, die „sich nicht zur sunnitischen Religion des Propheten bekennen“ beschlagnahmen dürfen. Der Rechtsspruch ruft auch dazu auf, jede Art von Beziehung zu Einwohnern von Damaskus zu unterbrechen, die die Revolution verraten oder im Stich gelassen haben“. Das beschlagnahmte Eigentum, so der Rechtsspruch, dessen Text dem Fidesdienst vorliegt, soll in Teilen „für den Kauf von Waffen“, zu anderen Teilen für Wasien, Arme, Angehörige von Märtyrern und Witwen zur Verfügung gestellt werden.
„Wir fordern unser Volk dazu auf, an unseren islamischen Traditionen festzuhalten und das Haus Gottes regelmäßig zu besuchen, damit wir unsere Seele und unsere Gesellschaft schützen“, heißt es in dem von den Ulema veröffentlichten Text abschließend.
Wie die Beobachter dem Fidesdienst berichten, bedauern Vertreter verschiedener christlicher Kirchen vor allem, dass Aufrufe dieser Art „zu einer Zunahme der Gewalt auf konfessioneller Basis führen, die die syrischen Gesellschaft beleidigt“."

Quelle: http://www.fides.org/de/news/32769-ASIEN_SYRIEN_Rechtsspruch_der_Ulema_von_Damaskus_Gueter_von_Christen_duerfen_beschlagnahmt_werden#.UkWpiH_yvix

Donnerstag, 26. September 2013

Syrischer Erzbischof: „Lasst uns in Ruhe!“

"Der melkitisch-katholische Erzbischof von Bosra und Hauran in Syrien, Nicolas Antiba, hat an den Westen appelliert, Pläne für eine militärische Intervention endgültig aufzugeben. Im Gespräch mit dem weltweiten römisch-katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ erklärte er, die syrische Krise verschlimmere sich durch die „aus dem Ausland in das Land strömenden Kämpfer und Waffen“. Diese seien „wie ein Krebsgeschwür für das Land“.
Der Erzbischof befürchte, dass sich die Lage immer weiter verschlechtern werde, wenn weiterhin Waffen in das Land gebracht würden. „Hier kämpfen nicht Syrer gegen Syrer – diejenigen, die sich an den Kämpfen beteiligen, sind Nicht-Syrer”, sagte Antiba. Er wandte sich in einem Appell direkt an Präsident Obama: „Sie sprechen immer vom Frieden – bitte lassen Sie uns in Ruhe und setzen Sie Ihre Ideen für den Frieden in die Praxis um!“ Der Erzbischof betonte, dass die amerikanische Vorstellung von Demokratie nicht mit der des syrischen Volkes übereinstimme. „Lassen Sie uns unsere eigene Vorstellung von Demokratie herausfinden“, rief er Obama auf..."

Quelle: http://www.stanet.ch/APD/news/3735.html

"Al-Kaida-Terroristen zündeten in Syrien Kirche an"

"Islamistische Terroristen haben in der nordsyrischen Stadt Al-Rakka eine Kirche in Brand gesetzt. Laut Augenzeugen rissen die Terroristen, die der Al-Kaida nahestehenden Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) angehörten, in der orthodoxen Kirche Sayyida al-Bishara Kreuze und Bilder von den Wänden und zündeten sie anschließend an. Verletzt wurde laut Revolutionsaktivisten niemand.
Danach seien die islamistischen Terroristen weiter zur armenischen Märtyrer-Kirche gezogen. Dort hätten sie das Kreuz vom Dach des Gotteshauses entfernt.
In Al-Rakka lebten vor der Eroberung der Stadt durch islamistische Rebellen etwa 80 christliche Familien. Viele von ihnen sind inzwischen geflohen. Im syrischen Bürgerkrieg kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Christen und ihre Kirchen.
Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete unterdessen, ein ISIS-Kommandant sei bei einem Gefecht in einem Gebiet zwischen den Ortschaften Atme und Jandiris nahe der türkischen Grenze getötet worden. Der Terrorist, der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammen soll, wurde den Angaben zufolge von kurdischen Milizionären erschossen. Der Terror-Gruppe ISIS gehören viele nicht-syrische Kämpfer an."

Quelle: http://www.volksblatt.at/regionales/apa_news/?tx_posapaxmlimport_pinews[uid]=102987

"50.000 Islamisten sagen sich von Übergangsregierung los"

"Die Kluft zwischen der politischen syrischen Opposition und den Kämpfern im Land hat sich dramatisch vertieft. Dreizehn Verbände, darunter Al-Qaida-Ableger sowie moderate Islamisten und reguläre Einheiten der Freien Syrischen Armee, haben ihre Loyalität zur Syrischen Nationalen Koalition und zur Übergangsregierung aufgekündigt. Zugleich schworen sie Einheit innerhalb eines "islamischen Rahmens" und sprachen sich für die Durchsetzung der Scharia aus.
Die Erklärung, genannt "Kommuniqué Nr. 1", wurde von einem Rebellenkommandeur aus Aleppo auf Video verbreitet. Die Übergangsregierung und die Nationale Koalition werden darin als Vertretung der Rebellen abgelehnt.
Schon lange kritisierten die Kämpfer im Land die abgehobene Exil-Opposition, die ihren Sitz in Istanbul hat. Angesichts der schwindenden Aussicht auf einen amerikanischen Militärschlag haben sich offenbar auch moderatere Verbände entschieden, ihr Heil bei den Radikalen zu suchen.
Einer der Unterzeichner ist die al-Qaida-nahe Nusra-Front. Insgesamt repräsentieren die 13 Verbände mehr als 50.000 Kämpfer, vor allem aus dem Norden Syriens um Aleppo, aber auch aus Homs. Andererseits fehlen die mächtige Faruk-Brigade oder die Dschihadisten des "Islamischen Staats in Irak und Syrien."

Bündnisse werden schnell geschlossen und wieder aufgekündigt

Dennoch dürfte der Einfluss des Westens auf die Kämpfe in Syrien weiter schwinden. Zugleich entkoppelt sich das militärische Geschehen noch weiter von politischer Einflussnahme. Zugleich warnen Experten davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. Bündnisse werden in Syrien inzwischen schnell geschlossen und schnell wieder aufgegeben. "Lokale Räte teilen sich, Brigaden teilen sich und schließen sich wieder zusammen", sagte ein Aktivist.
Schon jetzt zeichnen sich neue Frontlinien ab. Die Kämpfe zwischen Dschihadisten und moderaten Kämpfern der Freien Syrischen Armee haben in den vergangenen Tagen ein beispielloses Niveau erreicht. Vor allem im Norden stießen der "Islamische Staat" und FSA-Kämpfer aufeinander. In Washington sieht man dies mit Sorge: Die Dschihadisten betreiben heute das Geschäft Präsident Baschar al-Assads.
Ursprünglich hatte das Ziel eines Regimewechsels alle Rebellen geeint. Inzwischen aber zeigt sich, dass die Islamisten weniger einen nationalen Befreiungskampf führen, sondern Syrien nur als Forum für die Ausbreitung eines transnationalen Gottesstaates sehen."

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/opposition-in-syrien-islamisten-sagen-sich-von-uebergangsregierung-los-1.1780675