Sonntag, 6. Januar 2013

"Syrisches Oppositionsbündnis lehnt Assads Friedensinitiative ab"

"Die Nationale Koalition der syrischen Opposition hat die Vorschläge zur friedlichen Beilegung des Konfliktes im Land abgelehnt, die Präsident Baschar Assad am Sonntag in seiner Ansprache an das syrische Volk dargelegt hatte, wie Reuters meldet.

„Der Vorschlag Assads spricht dafür, dass er den Weg zu einer politischen Konfliktlösung, die bei bevorstehenden Verhandlungen zwischen Russland und den USA unter Teilnahme von (Lakhdar) Brahimi erreicht werden kann, abschneiden will. Denn die Opposition wird diese Lösung nicht akzeptieren, falls Assad bzw. sein Regime nicht auf die Macht verzichten sollte“, sagte Walid Bunni, Sprecher der oppositionellen Nationalen Koalition. 

Wie Assad zuvor in seiner öffentlichen Rede geäußert hatte, ist seine Regierung an einer politischen Überwindung der Krise im Land interessiert. Die Regierung habe noch keine Partner, mit denen sie Verhandlungen führen könnte, so der syrische Präsident. Er nannte die Opposition „eine vom Westen geschaffene Marionette“. Als einen Schritt zur Beendigung des Blutvergießens in Syrien schlug der Präsident vor, die Finanzierung der bewaffneten syrischen Opposition durch andere Staaten zu stoppen. 

Die Nationale Koalition der syrischen Opposition und der Revolutionskräfte war am 11. November in der katarischen Hauptstadt Doha gegründet  worden. Die Koalition nennt sich legitime Vertretung des syrischen Volkes und fordert von der Völkergemeinschaft Waffen und Geld für den Kampf gegen das Assad-Regime.

Die Koalition ist inzwischen von etlichen arabischen und europäischen Ländern, so von Frankreich und Großbritannien, wie auch von den USA anerkannt worden. Dabei haben mehrere Oppositionsgruppen und bewaffnete Milizen in Syrien deutlich gemacht, dass sie mit der Nationalen Koalition nichts zu tun haben."

Quelle: http://www.de.ria.ru/politics/20130106/265275916.html

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